Gabi Huber, Fraktionspräsidentin der FDP, hat kürzlich in der „Arena“ stellvertretend für die Partei eine Nein-Parole postuliert. Dieses Nein galt dort aber nicht etwa dem EU-Beitritt oder der Abzocker-Initiative, sondern der Grundsatzfrage, ob Homosexuelle Kinder adoptieren dürfen.
Diese Position ist mit einer liberalen Ideologie in keiner Weise vereinbar.
Diese Position ist mit einer liberalen Ideologie in keiner Weise vereinbar.
Konservative sind dagegen
Gegner einer solchen Adoption versuchen nicht nur auf emotionaler Ebene zu argumentieren. So werden der Monogeschlechtereinfluss in der Erziehung oder die Gefahr des Mobbings in der Schule als mögliche Sachverhalte dargelegt, die gegen die Bewilligung der Adoption sprechen sollen. Da diese Beweggründe jedoch empirisch weder belegt noch widerlegt sind, prägt doch hauptsächlich die konservative Angst vor Ungewohntem die Argumentationsstruktur der Gegner.
Gegner einer solchen Adoption versuchen nicht nur auf emotionaler Ebene zu argumentieren. So werden der Monogeschlechtereinfluss in der Erziehung oder die Gefahr des Mobbings in der Schule als mögliche Sachverhalte dargelegt, die gegen die Bewilligung der Adoption sprechen sollen. Da diese Beweggründe jedoch empirisch weder belegt noch widerlegt sind, prägt doch hauptsächlich die konservative Angst vor Ungewohntem die Argumentationsstruktur der Gegner.
Die Liberalen werden sich durchsetzen
Die FDP manövriert sich durch die von Gabi Huber aufgedrängte Position in die Kalamität, dass sie die gleiche Meinung vertritt, wie die momentane konservative Mehrheit. Damit droht der FDP, als (selbsternannte) liberalste Partei der Schweiz, ein grosses Glaubwürdigkeitsproblem. Spätestens dann, wenn andere Parteien den Erfolg eines gelungenen liberalen Wandels für sich beanspruchen werden, wird es für die FDP wieder starke Kritik hageln.
Die FDP manövriert sich durch die von Gabi Huber aufgedrängte Position in die Kalamität, dass sie die gleiche Meinung vertritt, wie die momentane konservative Mehrheit. Damit droht der FDP, als (selbsternannte) liberalste Partei der Schweiz, ein grosses Glaubwürdigkeitsproblem. Spätestens dann, wenn andere Parteien den Erfolg eines gelungenen liberalen Wandels für sich beanspruchen werden, wird es für die FDP wieder starke Kritik hageln.
Der Wandel kommt früher oder später
Dass der Wandel kommen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Die Bevölkerung – insbesondere die jüngere Generation – lebt bereits mit einem grossen Selbstverständnis für die Homosexuellen. Zudem werden liberale Argumente länger wie mehr für eine Mehrheit zur Prämisse. Warum sollte ein homosexuelles Paar schlechter Kinder erziehen können als Heterosexuelle? Auch dort gibt es schwarze Schafe, denen man theoretisch nie ein Kind zumuten dürfte. Warum glaubt man, dass Kinder mit homosexuellen Eltern gemobbt werden, wenn bereits heutzutage schwule Schüler nicht selten zu den Beliebtesten der Klasse gehören? Warum sollte die Entscheidung zur Adoption nicht der Eigenverantwortung der werdenden Eltern überlassen werden, die dem heimatlosen Kind ein Zuhause schenken?
Dass der Wandel kommen wird, ist nur eine Frage der Zeit. Die Bevölkerung – insbesondere die jüngere Generation – lebt bereits mit einem grossen Selbstverständnis für die Homosexuellen. Zudem werden liberale Argumente länger wie mehr für eine Mehrheit zur Prämisse. Warum sollte ein homosexuelles Paar schlechter Kinder erziehen können als Heterosexuelle? Auch dort gibt es schwarze Schafe, denen man theoretisch nie ein Kind zumuten dürfte. Warum glaubt man, dass Kinder mit homosexuellen Eltern gemobbt werden, wenn bereits heutzutage schwule Schüler nicht selten zu den Beliebtesten der Klasse gehören? Warum sollte die Entscheidung zur Adoption nicht der Eigenverantwortung der werdenden Eltern überlassen werden, die dem heimatlosen Kind ein Zuhause schenken?
Den Wechsel auf glaubwürdige Liberalität nicht verpassen
Die FDP, die bereits stark dafür kämpfen muss, dass sie nebst der Wirtschaft auch in anderen Themenbereichen als freisinnig gilt und wahrgenommen wird, muss sich lieber heute als morgen überlegen, ob sie noch bedingungslos als liberalste Partei für die Eigenverantwortung des Bürgers einstehen will und kann. Als Mitglied und Sympathisant der FDP hoffe ich natürlich darauf.
Die FDP, die bereits stark dafür kämpfen muss, dass sie nebst der Wirtschaft auch in anderen Themenbereichen als freisinnig gilt und wahrgenommen wird, muss sich lieber heute als morgen überlegen, ob sie noch bedingungslos als liberalste Partei für die Eigenverantwortung des Bürgers einstehen will und kann. Als Mitglied und Sympathisant der FDP hoffe ich natürlich darauf.
2 Kommentare:
Aus liberaler Sicht ist eine Nein- Parole sicherlich nicht wirklich glaubwürdig, allerdings bin ich davon überzeugt, dass der Wandel hin zu einer bedingungslosen Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Paare eher später denn früher kommen wird. Ich glaube, dass wir erstmal die Hürde der Toleranz überspringen müssen, bevor wir von einer Akzeptanz sprechen können.
Schaut man sich die Entwicklung der politischen Landkarte der letzten Jahre an, so ist das konservative Gedankengut mehr denn je in der Schweizer Politik vertreten.
Grund genug sich hier als wie erwähnt "liberalste" Partei klar zu positionieren und sich zu einem glaubwürdigen Liberalismus zu bekennen!
Dieser Blog ist schon mal ein guter Anfang.
Vox Libertas hat gesprochen :)
Grundsätzlich kann ich mich nur mit wenigen Positionen des sogenannten Freisinns abfinden. Da man aber nicht stumpf auf Parteipositionen beharren soll, nehme ich das Gute von wem auch immer es kommt. Bleibt zu hoffen, dass sich in diesem Bereich die liberalen Stimmen durchsetzen können. Ist doch de facto die Möglichkeit schon lange gegeben, als homosexuelles Paar, vor allem bei Frauen, gemeinsam ein Kind aufzuziehen. Eine Ja-Parole liesse sich also auch durchaus als wichtiger Schritt in der Gleichberechtigungsdiskussion zwischen den Geschlechtern sehen.
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